Familie Baschmi
Edith & Eduard

Um Schießsport oder auch Sportschießen...

… zu betreiben braucht man ein gutes Auge sowie Körperbeherrschung und innere Ruhe. Sportschießen ist international der sportliche Umgang mit Schusswaffen oder Bogenwaffen (Armbrust, Bogen). Sportliches Schießen bedeutet Schießen nach bestimmten Regeln. Die Waffe wird dabei entgegen ihrer ursprünglichen militärischen und oder jagdlichen Bedeutung als Sportgerät verwendet, (Definition Waffe) ähnlich wie der Speer beim Speerwerfen oder der Degen beim Fechten. Über 2 Mio. Sportschützen sind in Deutschland in Schützenvereinen aktiv. Der Schützensport steht damit in der Rangliste der ausgeübten Sportarten auf Platz 4 nach Fußball, Handball und Feldhockey.

Das Sportschießen ist eine der ältesten Sportarten in Deutschland. Schießsport hat nichts mit "Herumballern" oder "Krieg spielen" zu tun. Ziel des Sportschießen ist es die Mitte einer Schießscheibe im Einklang von Körper und Geist zu treffen (statischem Aufbau, Körperbeherrschung, innere Ruhe und Kontrolle von äußeren Einflüssen). Als Einstieg in das Sportschießen wird gemeinhin das Schießen mit Druckluft-, Federdruck- und CO2 Waffen verstanden, so dass für diese Waffenarten auch die untere Altersgrenze von 12 Jahren definiert wurde. Ausnahmen (ab 10 Jahren) werden nur unter Einhaltung mehrerer Auflagen (nur mit schriftlicher Erlaubnis und Obhut- Aufsicht einer zur Kinder und Jugendarbeit für das Schießen geeigneten Aufsichtsperson, §27 Abs. 3 WaffG) erteilt. Beim Bogenschießen darf allerdings schon unter 12 Jahren geschossen werden. Für Wettkämpfe nach den Regeln des Deutschen Schützenbundes gibt es Angleichung an das Leistungsvermögen so genannte Wettkampfklassen. Als Berechnungszeitraum gilt das Sportjahr. Jeder Schütze muss also (mindestens) einem Schützenverein angehören und dort in einer Vereinsmeisterschaft die Waffendisziplin schießen, in der er an höherwertigen Wettkämpfen teilnehmen will. Für die Teilnahme an höherwertigen wettkämpfe ist zum Teil das Erfüllen bestimmter Limit Ergebnisse erforderlich.

Nach dem deutschen Waffenrecht, zählt die Armbrust gemäß §27 Abs. 3, Nr. 2 des WaffG / Waffengesetz zu den sonstigen Schusswaffen, die feste Körper (hier Pfeil oder Bolzen) verschießen. Damit finden grundsätzlich alle für die Schusswaffen geltenden Regelungen auch auf die Armbrust Anwendung, insbesondere aber die Sicherheitsbestimmungen beim Schießen. Der Gesetzgeber hat jedoch den Begriff Schießen etwas eigenwillig definiert. » Es schießt wer mit einer Schusswaffe Geschosse durch einen Lauf verschießt, Kartuschen Munition abschießt, mit Patronen oder Kartuschen Munition Reiz- oder andere Wirkstoffe verschießt oder pyrotechnische Munition verschießt « Da eine Armbrust aber eine Waffe ist (ist ja den Schusswaffen gleichgestellt), darf sie von Jugendlichen unter 18 Jahren nur unter fachkundiger Aufsicht genutzt werden, gemäß § 2 Abs. 1 WaffG. (Umgang mit Waffen oder Munition) Für das "Schießen" mit der Armbrust wird in der Regel die Altersbegrenzung von 12 Jahren entsprechend angewand. Kleinkaliberwaffen dürfen mit schriftlicher Zustimmung der Erziehungsberechtigten ab 14 Jahre, sonstige scharfen Waffen erst ab 16 Jahren geschossen werden. Ab da ist die Alterseinteilung wie bei den Luftdruckwaffen. Körperbehinderte können grundsätzlich ebenfalls an allen Schiesssportdisziplinen teilnehmen. Hierfür sind im Regelwerk des Deutschen Schützenbundes verschiedene Sonderregeln eingeführt worden. So dürfen einige Körperbehinderte zum Beispiel Wettkämpfe auch im Sitzen durchführen. Die offiziellen Wettkämpfe in den verschiedenen Schießdisziplinen werden in der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes geregelt. Teilnehmen an Wettkämpfen auf Kreis-, Bezirks (Gau)-, Landes- und Bundesebene darf nur, wer die entsprechende Waffendisziplin in einer Vereinsmeisterschaft absolviert hat.